Welche Schnorchel gibt es und welcher passt zu dir?

Alle Typen einfach erklärt, damit du schnell den Überblick bekommst

Wenn du dir einen Schnorchel kaufen möchtest, merkst du schnell: Auch hier gibt es deutlich mehr Auswahl, als man am Anfang denkt. Klassisch, mit Ventil, mit Spritzschutz oder komplett trocken.

Und dann stellt sich ganz automatisch die Frage: Welcher Schnorchel ist eigentlich der richtige für mich?

Genau das schauen wir uns jetzt gemeinsam an.

Wichtige Erkenntnis vorab

Bevor wir in die einzelnen Schnorchelarten gehen, gibt es eine Sache, die du verstehen solltest.

Es gibt nicht den einen perfekten Schnorchel.

Es gibt nur den Schnorchel, der zu deiner Art zu schnorcheln passt. Manche wollen es möglichst einfach. Andere möchten maximalen Komfort. Und wieder andere tauchen regelmäßig ab. Und genau dafür gibt es die unterschiedlichen Modelle.

Ein guter Schnorchel ist nicht der mit den meisten Features, sondern der, der zu deinem Schnorchelstil passt und sich für dich angenehm atmen lässt.

Die verschiedenen Arten von Schnorchel

Klassischer Schnorchel

Der klassische Schnorchel ist die einfachste und ursprünglichste Form. Ein gebogenes Rohr, oben offen, ohne Ventile oder zusätzliche Technik. Ich selbst habe genau mit so einem Schnorchel angefangen, damals an der Ostsee. Und ehrlich gesagt: Er funktioniert bis heute.

Das spricht für diesen Schnorchel:

✔ sehr einfach aufgebaut
✔ günstig in der Anschaffung
✔ kaum anfällig für Defekte
✔ ideal zum Abtauchen

Das solltest du beachten:

✖ läuft bei Wellen oder beim Abtauchen voll
✖ Wasser muss aktiv ausgepustet werden

Wann ist dieser Schnorchel die richtige Wahl?

    Für alle, die es simpel mögen, gerne abtauchen oder einfach einen zuverlässigen Schnorchel ohne viel Technik wollen.

      Schnorchel mit Ausblasventil

      Dieser Schnorchel ist eine Weiterentwicklung des klassischen Modells. Am unteren Ende befindet sich ein Ventil, durch das Wasser leichter entweichen kann. Das bedeutet für dich: Du musst weniger Kraft aufwenden, um den Schnorchel wieder frei zu bekommen.

      Das spricht für diesen Schnorchel:

      ✔ leichteres Ausblasen von Wasser
      ✔ etwas mehr Komfort als beim
      klassischen Schnorchel

      Das solltest du beachten:

      ✖ etwas mehr „Technik“, die gepflegt
      werden muss
      ✖ nicht komplett vor Wasser geschützt

      Wann ist dieser Schnorchel die richtige Wahl?

        Interessant für alle, die etwas mehr Komfort wollen, aber trotzdem einen klassischen Schnorchel nutzen möchten.

          Was ist ein Ausblasventil?

          Einige Schnorchel besitzen ein sogenanntes Ausblasventil. Dabei handelt es sich um ein kleines Ventil im unteren Bereich des Schnorchels, direkt vor dem Mundstück.

          Gelangt Wasser in den Schnorchel, kannst du es meist leichter wieder herausbekommen. Statt das Wasser durch das gesamte Schnorchelrohr nach oben auszublasen, wird es über das Ventil nach außen gedrückt. Das spart etwas Kraft und macht die Nutzung für viele Schnorchler angenehmer.

          Auch viele Vollgesichtsmasken verfügen über ähnliche Ventile, die dabei helfen, eingedrungenes Wasser wieder abzuleiten.

          Wichtig zu wissen: Ein Ausblasventil ist praktisch, aber kein Muss. Viele Schnorchler nutzen problemlos Schnorchel ohne Ventil und entleeren diese einfach durch kräftiges Ausblasen.

          Schnorchel mit Spritzschutz

          Hier sitzt am oberen Ende ein kleiner Schutz, der verhindert, dass bei kleinen Wellen sofort Wasser in den Schnorchel läuft. Das ist besonders an der Oberfläche spürbar angenehmer. Aber wichtig zu wissen: Komplett trocken bleibt er nicht. Wenn die Welle ungünstig kommt, kann trotzdem Wasser eindringen.

          Das spricht für diesen Schnorchel:

          ✔ weniger Wasser bei leichtem Wellengang
          ✔ angenehmeres Atmen an der Oberfläche

          Das solltest du beachten:

          ✖ kein vollständiger Schutz vor Wasser
          ✖ läuft beim Abtauchen trotzdem voll

          Wann ist dieser Schnorchel die richtige Wahl?

            Für alle Schnorchler, die oft an der Oberfläche schnorcheln und sich bei leichtem Wellengang mehr Komfort wünschen.

              Trockenschnorchel

              Der Trockenschnorchel hat am oberen Ende ein Ventil, das sich automatisch schließt, sobald Wasser von oben kommt. Das bedeutet: Beim Abtauchen oder bei einer Welle bleibt der Schnorchel weitgehend trocken.
              Ich nutze diesen Schnorchel selbst am häufigsten, weil er einfach in vielen Situationen entspannt funktioniert.

              Das spricht für diesen Schnorchel:

              ✔ kaum Wasser im Schnorchel
              ✔ sehr komfortables Atmen
              ✔ ideal für Anfänger

              Das solltest du beachten:

              ✖ etwas schwerer und komplexer
              ✖ mehr Technik, die gepflegt werden muss

              Wann ist dieser Schnorchel die richtige Wahl?

                Für alle, die möglichst entspannt schnorcheln möchten und keinen Bock auf Wasser im Schnorchel haben.

                  Wie lang darf ein Schnorchel eigentlich sein?

                  Vielleicht ist dir das noch gar nicht aufgefallen, aber Schnorchel sind nicht beliebig lang. Und das hat einen wichtigen Grund. Ein Schnorchel sollte maximal etwa 35 cm lang sein und einen bestimmten Durchmesser nicht überschreiten. Warum? Weil sonst die ausgeatmete Luft im Schnorchel bleibt und du sie wieder einatmest. Das kann unangenehm werden und im schlimmsten Fall sogar gefährlich.

                  Du musst dir darüber beim Kauf keine großen Gedanken machen. Darauf achten die Hersteller bereits.

                    Powerbreather

                    Der Powerbreather ist ein ganz anderes System als klassische Schnorchel. Hier atmest du über getrennte Kanäle ein und aus. Das sorgt für eine sehr effiziente Atmung, ist aber eher im Sportbereich angesiedelt.

                    Das spricht für diesen Schnorchel:

                    ✔ sehr effiziente Atmung
                    ✔ kein Rückatmen von verbrauchter Luft

                    Das solltest du beachten:

                    ✖ ungewohnt in der Nutzung
                    ✖ eher für Training gedacht
                    ✖ relativ teuer

                    Wann ist dieser Schnorchel die richtige Wahl?

                      Interessant für ambitionierte Schwimmer oder Technik-Fans, weniger für klassisches Schnorcheln.

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                        Vollgesichtsmasken

                        Streng genommen ist eine Vollgesichtsmaske keine eigene Schnorchelart. Da der Schnorchel jedoch fest in die Maske integriert ist, gehört sie trotzdem in diese Übersicht.

                        Anders als bei einer klassischen Tauchmaske mit separatem Schnorchel bedeckt die Vollgesichtsmaske das gesamte Gesicht. Der integrierte Schnorchel sitzt oben auf der Maske und ermöglicht das Atmen durch Mund und Nase gleichzeitig. Dadurch empfinden viele Einsteiger das Schnorcheln an der Oberfläche als besonders angenehm und unkompliziert.

                        Vor allem für ruhige Schnorchelausflüge in flachem Wasser kann diese Kombination aus Maske und Schnorchel eine interessante Lösung sein. Wenn du allerdings regelmäßig abtauchen oder möglichst flexibel unterwegs sein möchtest, stößt dieses System schnell an seine Grenzen.

                        Das spricht für diese Maske mit Schnorchel:

                        ✔ entspanntes Atmen durch Mund und Nase
                        ✔ Schnorchel bereits integriert
                        ✔ großes Sichtfeld
                        ✔ besonders angenehm für ruhiges
                        Oberflächenschnorcheln

                        Das solltest du beachten:

                        ✘ deutlich größeres Volumen
                        ✘ zum häufigen Abtauchen nur eingeschränkt
                        geeignet
                        ✘ sperriger als klassische
                        Maske-und-Schnorchel-Kombinationen

                        Wann ist dieser Schnorchel die richtige Wahl?

                          Für alle, die hauptsächlich an der Oberfläche schnorcheln möchten und eine möglichst einfache und komfortable Lösung suchen. Wer dagegen regelmäßig abtaucht oder möglichst flexibel sein möchte, fährt meist mit einer klassischen Tauchmaske und einem separaten Schnorchel besser.

                            Bevor du abtauchst

                            Nicht jeder Schnorchel passt zu jedem Schnorchler

                            Manche mögen die Einfachheit eines klassischen Schnorchels. Andere fühlen sich mit einem Trockenschnorchel wohler oder möchten möglichst oft abtauchen und haben ganz andere Anforderungen.

                            Genau deshalb gibt es verschiedene Schnorchelarten. Die richtige Wahl hängt nicht davon ab, was gerade beliebt ist, sondern davon, was zu dir und deinen Abenteuern unter Wasser passt.

                            Nimm dir etwas Zeit für die Auswahl. Denn ein guter Schnorchel sorgt dafür, dass du dich auf die Unterwasserwelt konzentrieren kannst – und nicht auf deine Ausrüstung.

                            Also schnapp dir deinen Schnorchel, geh raus und entdecke dein eigenes Abenteuer. Die beste Ausrüstung ist oft die, die du beim Schnorcheln kaum bemerkst.

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